Technik

Der Fahrradbus besteht aus gleichartig aufgebauten Modulen für jeweils zwei Personen, die mit Kupplungen verbunden werden. Es entsteht ein Mehrpersonen-Liegefahrrad mit günstigen ergonomischen und aerodynamischen Eigenschaften. Die Fahrradbus-Module können auch einzeln gefahren werden. Dazu wird die Deichsel durch ein Vorderrad ersetzt.

Eckpunkte des Konzeptes

  • Mehrpersonen-Fahrrad
    gemeinschaftliches Fahren und Reisen als Gruppe; Synergieeffekte bei Aerodynamik und Bauteileanzahl

  • Nebeneinandem (kurz „Nandem“)
    kommunikatives Fahrradfahren, da Mensch nebeneinander sitzt

  • Modularität & Einzelfahrbarkeit

    Flexibilität in der Nutzung, Verwendung herkömmlicher Fahrradtechnik ist möglich

  • Liegeradbauform
    Ergonomisch, kraftsparend, aerodynamisch; gute Übersicht mit Panoramablick

  • Mehrspurigkeit
    Kippsicherheit bei Glätte und langsamen Fahren (z.B. am Berg)
  • Velomobil
    Wetterschutz und aerodynamische Effizienz (noch nicht verwirklicht)

  • Nutzung von kleinen und großen Menschen
    Schnellverstellung der Sitze, Kompatibilität auch bei den Steuerelementen (Lenkhebel, Schaltung, etc.)
  • Low-Tech-Prinzip
    einfache Nachbau- und Reparierbarkeit in Kombination mit einer langlebigen Konstruktion

Technische Umsetzung

  • Standard-Fahrradkomponenten
    keine Sonderteile (Ausnahme: Zwischenwellen und Bremssystem bei Kopplung)

  • 2D-Rahmen
    klare, minimalistische Form, einfache Herstellung

  • schnellverstellbarer Sitz
    Schnellverstellung von 1,5 bis 2,0 m Körpergröße
    (beliebig kurze Sitzlängen können mit geringem Zeitaufwand durch Verschieben der Tretlagerschelle realisiert werden)

  • 26“-Laufräder mit Ballonreifen
    keine technisch diffizile Federung notwendig (20″-Räder wären zwar stabiler, aber vom Komfort nur mit Federung fahrbar); Felgenbremsen sind verwendbar (bei 20″-Rädern könnten Felgenbremsen leicht zu Hitzeproblemen führen)

  • Laufräder neben den Sitzen
    Kippsicherheit, Knautschzone, Geborgenheit

  • Radkästen aus Holz
    Komfort durch Armauflagemöglichkeit, Schutz vor Laufrad, Aufstellbarkeit

  • mittiger Lenkhebel
    „offenes Cockpit“ mit Panoramablick, robuste und einfache indirekte Lenkung

  • Gepäcknetz unter den Sitzen
    unkomplizierte Gepäckmitnahme, viel Stauraum

  • Wetterschutzverdeck
    abnehmbar, aus Zeltstangen und Stoff, für den Vorderbereich (in Entwicklung)

Technische Daten des Prototypen

  • Länge: 2,44 m  (2 Module: 4,74 m; 3 Module: 7,03 m)
  • Breite: 1,34 m
  • Höhe: 0,96 m
  • Leergewicht (voll ausgestattet): ca. 60 kg pro Modul
  • Verstellbereich: Schnellverstellung von 1,5 bis 2,0 m Körpergröße (beliebig kurze Sitzlängen können durch Verschieben der Tretlagerschelle realisiert werden; dabei muss die Schelle an der Unterseite des Längsrohrs sitzen)
  • Schaltung: Nabenschaltungen – jede Person hat ihre eigene, unabhängige Schaltung und kann zum Anfahren auch im Stand schalten
  • Wendekreis: ca. 6 m (Einzelmodul: ca. 4 m)
  • Abstellmaße von 3 Modulen (hochkant): 2,40×1,34×2,35 m (LxBxH)

Prototyp